Lange Zeit waren magnetische Festplatten der größte Bremsklotz eines Computersystems. Mit Geschwindigkeiten von nur knapp über 100 MB/sek. und hohen Zugriffszeiten gelten herkömmliche magnetische Festplatten noch immer als langsam, was sich vor allem beim Booten eines Betriebssystems und der Verarbeitung großer Dateien bemerkbar macht. Hier treten die modernen SSD Festplatten auf, diese arbeiten nicht mehr mit magnetisierten Scheiben, die per Motor erst auf Betriebsgeschwindigkeit gebracht werden müssen sondern mit Flashspeicher.Diese Flashspeicher sind schon aus Digitalkameras, Telefonen und USB-Sticks bekannt. Der Unterschied bei der SSD: Der Speicher wird mit einem modernen Controller und ausreichend schnellem Zwischenspeicher deutlich rasanter angesprochen, als bei SD-Karten und USB-Sticks. Dazu kommt die flotte SATA-Schnittstelle zur Datenübertragung.
Der größte Vorteil von SSD Festplatten zeigt sich schon bei der reinen Übertragungsgeschwindigkeit. Bis zu 500 Megabyte pro Sekunde erreichen die schnellsten SSD Festplatten inzwischen. Auch die Zugriffszeit ist durch die Bauart bedingt über jeden Zweifel erhaben – wo bei herkömmlichen Festplatten noch ein Schreib-Lesekopf auf die zu lesenden Daten ausgerichtet werden musste, kann eine SSD jedes Bit ohne Verzögerung ansprechen. Bei der täglichen Arbeit mit solchen Festplatten macht sich das durch enorme Geschwindigkeitsvorteile bemerkbar. Das Betriebssystem startet schneller, täglich genutzte Anwendungen sind in Sekundenbruchteilen geladen und selbst umfangreiche Datenbanken erscheinen ohne lange Ladezeit auf dem Bildschirm und lassen sich ohne Wartezeiten durchsuchen.
Ein weiterer Vorteil der SSD ist auch der geringe Energiebedarf von nur wenigen Watt. Für eine ausgeklügelte Lüftung muss auch nicht mehr gesorgt werden – wo wenig Energie verschwendet wird, bleibt es kühl. Und mangels Motor, Schreib-Leseköpfen und anderen lauten Bauteilen von herkömmlichen Festplatten bleibt es im PC dazu auch noch wunderbar leise.
